Die Hütte in den Lechtaler Alpen liegt auf der Samspitze auf 2.376 Metern. Der Aufstieg zur Hütte ist von Flirsch, Schnann oder von Bach im oberen Lechtal möglich. Während die ersten beiden Zustiege in etwa drei Stunden zu bewältigen sind, ist der Aufstieg vom Lechtal durch das Alperschontal in rund sieben Stunden möglich.

Eine wunderschöne Landschaft umgibt die Ansbacher Hütte. Sie ist nicht ganz so hoch frequentiert wie andere, dabei wäre sie auf jeden Fall ein Ausflug wert. Eine gute Kondition wird hier jedoch vorausgesetzt, da das Gebirge um die Hütte auch steiler sein kann.

Im Jahr 1906 wurde die Hütte mit 72 m² errichtet. Immer wieder wurde sie erweitert und während des Krieges hielt Eduard Traxl, der sie von 1920 bis 1955 führte, auch unter schwersten Bedingungen am Laufen. Nach den Kriegswirren wurde sie mehrfach geplündert und in den Eigentumsverhältnissen nicht ganz klar. 1956 übernahm dessen Tochter Emma Nöbl die Hütte und die Bewirtung regelte sich neu. 1977 gab sie die Hütte an ihren Sohn Erwin und die Schwiegertochter Barbara Nöbl weiter. Bis deren Tochter Cornelia und Lebenspartner Markus Falch, die heutigen Hüttenwirte, die Ansbacher Hütte übernahmen. So hat die Hütte bereits ihr 100-jähriges Jubiläum gefeiert und ist mittlerweile seit 100 Jahren in Familienbesitz.

Durch eine Materialseilbahn ist es kein Problem, alle nötigen Dinge nach oben zu schaffen. So ist das Essen auch nicht viel teurer als im Tal. 2008 wurde zudem ein modernes Energiekonzept umgesetzt, das sehr viel Komfort bietet, die Umweltbelastung reduziert und Energiekosten senkt. Dabei spielt das moderne und umweltgerechte Blockheizkraftwerk, das mit Pflanzenöl betrieben wird, eine große Rolle. Eine Photovoltaikanlage trägt ebenfalls dazu bei. So wird die bei der Stromgewinnung erzeugte Wärme für die Warmwasseraufbereitung, zum Duschen, und für den Trockenraum genutzt. In den Schlafräumen können 27 Zimmerlager und 54 Lagerplätze vergeben werden. Zusätzlich sind 16 Schlafplätze im Winterraum zur Verfügung.

 

Viele Gipfel, attraktive Aussichtsgipfel, und Routen führen an der Ansbacher Hütte vorbei. So kann sie in einer alternativen Route am E5 auf dem Weg zwischen Holzgau nach Zams angesteuert werden. Ohne Klettereien und als ruhigerer und einfacherer Reiseweg ist dieser nicht so stark frequentiert.

Auch auf dem Fernwanderweg E4 in einer Alpinen Variante kann diese Hütte passiert werden. Andere Touren auf denen diese Hütte liegt sind der Lechtaler und Augsburger Höhenweg, sowie der Weitwanderweg 601 und der Adlerweg.
Der nächste Gipfel von dieser Hütte ist der Stierkopf (2.589 m in ca. 30 Minuten). Die Hütte liegt zudem etwas unterhalb der Samspitze (2.624 m in ca. 45 Minuten), die ebenfalls schnell zu erreichen ist. Etwas weiter weg sind die Vorderseespitze (2.889 m in ca. 3 Stunden), die Feuerspitze (2.852 m in ca. 3 Stunden), die Wetterspitze (2.895 m in ca. 4 Stunden) und die Freispitze (2.884 m in ca. 5 Stunden).

 

Infos kurzgefasst:

Höhe: 2.376 Meter

Bewirtschaftet: Ende Juni bis Ende September

Tourismusinformation: Arlberg-Stanzer Tal

Nachbarhütten: Kemptner Hütte, Augsburger Hütte, Kaiserjochhaus, Frederic Simms Hütte, Memminger Hütte, Fritzhütte

Gipfel: Stierkopf, Samspitze, Vorderseespitze, Feuerspitze, Wetterspitze, Freispitze

 

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