Es ist eine der höchstgelegenen Schutzhütten der Alpen. Auf etwa 2.941 m liegt das Franz-Eduard-Matras-Haus – kurz Matrashaus – direkt am Gipfel des Hochkönigs. Von hier aus gibt es einen Ausblick auf über 200 Dreitausender. Zusätzlich gibt es hier eindrucksvolle Sonnenauf- und -untergänge zu bestaunen. Aber der Aufstieg sollte nur mit Erfahrung in Angriff genommen werden.

Das Matrashaus am Hochkönig unter einer Schneedecke.

Eine bekannte Sage um den Hochkönig spricht davon, dass dort einst saftige Almen, strahlender Sonnenschein und Wiesen voller Kühe zu finden waren. Die gottesfürchtig erzogenen, wunderschönen und reichen Sennerinnen, verfielen dort oben in der Einsamkeit der Alm vielen Sünden. Sie hängten den Kühen silberne Glocken um den Hals und vergoldeten den Stieren die Hörner. Jäger bewirteten sie mit Wein und statt zu beten, pflasterten sie den Weg zu ihren Almhütten mit Käse, während sie die Lücken mit Butter füllten und in Milch badeten. Eines Tages bat ein müder Wanderer um Obdach, doch sie schickten ihn fort. Dadurch zogen sie den Zorn des Teufels auf sich. Ein Schneesturm zog über das Plateau und begrub die Almen unter einer dicken Schneedecke und die Sennerinnen in Eis.

Heute finden die Wanderer – die herzlich empfangen werden – auch eher Schnee vor sowie die Reste des Gletschers, doch von dort können wunderschöne Sonnenaufgänge zu bestaunen.

 

1865 errichteten Mitterberger Knappen die erste Hütte am Hochkönig. Im Jahr 1894 gab es dort die erste Schutzhütte „Kaiser-Jubiläums-Schutzhaus“, das 1898 eröffnet wurde. Der Bau kostete 17.900 Gulden und bot bis zu 25 Personen eine Unterkunft. Als es abgetragen werden sollte, war es Franz Eduard Matras, der es davor bewahrte. 1932 erhielt es deswegen auch seinen Namen. 50 Jahre später brannte es jedoch bis auf seine Grundmauer nieder. Ein Neubau war direkt im Gespräch und im September 1985 bereit und eröffnet. Auf drei Räume verteilen sich 14 Bettenlager. Hinzu kommen 80 Matratzenlager und 10 Notlager.

 

Infos kurzgefasst:

Höhe: 2.941 Meter

Bewirtschaftet: Juni bis Anfang / Mitte Oktober

Tourismusinformation: Österreichische Touristenklub (ÖTK)

Nachbarhütten: Ostpreußenhütte, Riemannhaus, Arthurhaus,

Gipfel: Hochseiler (2.795 m in ca. 2 Stunden), Lammkopf (2.845 m in ca. 1 Stunde), Bratschenköpfe

 

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