Von rund 30 ha blühender Alpweide und Fichtenwald eingerahmt, hat das Grüntenhaus seinen ganz eigenen Berghüttencharakter. Auf 1.535 m Höhe liegt es unterhalb des Grüntens – dem „Wächter des Allgäus“.

Bereits 1842 schwärmte Carl Hirnbein von einem Besuch auf der Rigi. Dort gab es sechs Gasthäuser. Das brachte ihn dazu zehn Jahre später die Alpe Gund in der Grüntenmulde sowie die Alpfläche Schartenschwand zu kaufen. Oberhalb Burgbergs veranlasste er schließlich den Bau eines Gasthauses, welches mithilfe eines Kemptener Architekten einen „Gebirgsstyle“ erhalten soll.

Neben einem Restaurant wurde auch eine Übernachtungsmöglichkeit für 18 Gäste sowie ein Stallgebäude und eine Käserei errichtet. 1854 konnte die Hütte schließlich eröffnet werden. Es wurde Bier, Wein, Selterswasser und Champagner serviert, während in der Sennerei Limburger Käse hergestellt wurde. Bereits einige Jahre zuvor hatte sich Carl Hirnbein mit der Herstellung des Weichkäses beschäftigt. Kulturell wurde bald mit einer Gitarre und einer kleinen Bibliothek erweitert.

Auch wenn im Sommer 1854 bereits die Hütte mit Restaurant und Übernachtungen betrieben wurde, war die offizielle Eröffnung erst ein Jahr später. Zusätzlich zu dieser und der Alpe Gund hielt Hirnbein auch 26 Kühe, die auf der Alpe weideten. Um Gäste zu gewinnen, schaltete er Annoncen und wandte sich nicht nur an Wanderer und Bergsteiger.

 

Über die Jahre ging das Grüntenhaus von dem bürgerlichen Hotel weg. Heute hat es die Gastwirtschaft und vier Mehrbettzimmer für insgesamt 40 Wanderer.

 

Infos kurzgefasst:

Höhe: 1.535 Meter

Bewirtschaftet: Mai bis Mitte November

Tourismusinformation:

Nachbarhütten: Grüntenhütte, Alpe Kammeregg

Gipfel: Grünten, Übelhorn (1.738 m in ca. 45 Minuten)