Zwischen Salzburg und Berchtesgaden gelegen gilt der Untersberg als „Wunderberg“ der von zahlreichen Sagen und Geschichten umrankt wird. Der bekanntesten Sage nach soll hier Kaiser Karl der Große seine Auferstehung  in einem hundertjährigen Schlaf erwarten. Alle hundert Jahre wacht er auf, doch wenn er sieht, dass noch immer Raben um den Untersberg fliegen schläft er weitere hundert. Dabei wird er von den „Untersberger Mandln“, einer  zwergenähnlichen Art, die im Berg beheimatet sind, umsorgt. Auch der Dalai Lama hält den Untersberg für einen besonders spirituellen und kraftvollen Berg, denn er erklärte ihn bei einem Beusch zum „Herzchakra Europas“.

Ob man diese Dinge nun glaubt oder nicht, besonderes bietet der Untersberg auf jeden Fall: Neben Wanderwegen und Kletterrouten beherbergt er auch die größte Höhle Deutschlands, das Riesending. Zu sehen und zu unternehmen gibt es also einiges!

Und während der Kaiser also von seinem Zwergenvolk umsorgt wird, kehren Bergsteiger und Wanderer lieber bei Hans und Walburga Gschoßmann ein, die zusammen seit 2013 das Stöhrhaus bewirtschaften. Auf 1.894m auf einem Hochplateu knapp unterhalb des Berchtesgadener Hochthrons, dem höchsten Gipfel des Bergmassivs. Die beiden sind auch Mitglied der Initiative „So schmecken die Berge“, wobei viel Wert auf regionale und gesunde Speisen gelegt wird. Die leckeren Gerichte und hausgemachten Kuchen können dann bei einem gradiosen Blick von der Terrasse genossen werden.

Terrasse des Stöhrhaus

Nach einer Übernachtung auf dem Stöhrhaus bietet sich dieses als wunderbarer Ausgangspunkt für weitere Wander- oder Klettertouren in verschiedenen Schwierigkeitsstufen an: So kann entweder das letzte Stück bis zum Gipfel erklommen werden, man kann die frei begehbare Schellenberger Eishöhle besichtigen oder – nur für Geübte! – empfiehlt sich der noch recht neue Hochthron Klettersteig. Und wer weiß – vielleicht stößt ja der eine oder andere unterwegs doch auf einen der Untersberger Mandln?!

Anfahrt und Aufstieg:

Der kürzeste Zugang ist von Maria Gern aus möglich. Die kleine Ortschaft liegt ca. 3 km von Berchtesgaden entfernt. Über eine kurze Anlegerstraße geht es durch ein Waldstück weiter zum Stöhrweg. Auf diesem geht es dann weiter bis zur Talstation der Materialseilbahn. Ab hier geht es dann in Serpentinen über das Hochplateu weiter bis zum Stöhrhaus. Der gesamte Aufstieg dauert ca. 4 Stunden.

Gipfelwanderungen:

Berchtesgadener Hochthron, 1.973 m, Gehzeit ca. 15 Minuten

Gamsalpkopf, 1.892 m, Gehzeit ca. 30 Minuten

Salzburger Hochthron, 1853 m, Gehzeit ca. 3 Stunden

 

Allgemeine Infos über die Hütte:

Nachbarhütten:

Toni-Lenz-Hütte (unterhalb des Eingangs zur Eishöhle) , Gehzeit ca. 3 Stunden

Hochalm, Gehzeit ca. 3 Stunden

Zeppezauerhaus, Gehzeit ca. 3,5 Stunden

 

Öffnungszeiten:

Voraussichtlich vom 25.05.2018 bis 02.09.2018

Stöhrhaus