Monat: März 2018

Das Grüntenhaus

Er ist nicht zu übersehen, wenn man Richtung Sonthofen fährt: Der Grünten, einer der nördlichsten Berge der Alpen und durch seine markante Lage auch „Wächter des Allgäus“ genannt. Und hier, auf 1.535m liegt, mit wunderbarem Blick über das Allgäu, das Grüntenhaus.

Das Grüntenhaus wurde schon 1854 durch Carl Hirnbein als erstes Hotel in den Allgäuer Alpen erbaut. Er legte somit den Grundstein für die weitere Erschließung des Allgäus als heute beliebte Urlaubsregion.

Auch heute, nach über 160 Jahren, wird das Grüntenhaus weiterhin als Berggasthof von der Familie Egenrieder betrieben und gilt als beliebtes Ziel von Wanderern – egal ob für eine kurze Einkehr mit selbstgebackenem Kuchen oder dem beliebten „Grünteneintopf“ oder auch für eine Übernachtung.

Auch rund um die Grüntenhütte sind einige schöne Wanderungen und Erlebnisse möglich. Beispielsweise lohnt sich die Wanderung auf den Grüntengipfel, das Übelhorn, auf dem statt dem üblichen Gipfelkreuz das „Jägerdenkmal“ steht. Von hier bietet sich ein spektakulärer Blick über das Alpenvorland. Ein Tipp: Von hier lässt sich ein wunderschöner Sonnenaufgang beobachten! Doch auch für Kletterer ist der Grünten mit einer Tour am Burgberger Hörnle gut geeignet. Für Kulturbegeisterte gibt es jedes Jahr im Grüntenhaus die Veranstaltungsreihe „Kultur am Berg“, wo monatlich mit verschiedenen Darbietungen aufgewartet wird.

 

Anfahrt und Aufstieg:

Es gibt viele Aufstiege zum Grüntenhaus. Der kürzeste erfolgt ab dem Parkplatz an der Alpe Weiherle, oberhalb von Burgberg.

Gipfelwanderungen:

Übelhorn, 1.738 m, Gehzeit ca. 45 Minuten

 

Allgemeine Infos über die Hütte:

Nachbarhütten:

Grüntenhütte, Gehzeit ca. 3/4 Stunden

Alpe Kammeregg , Gehzeit ca. 1,5 Stunden

 

Öffnungszeiten:

Voraussichtlich vom 27.04.2018 bis 22.11.2018

Natur pur: Die Neue Traunsteiner Hütte

Nur knapp entging die Traunsteiner Hütte während dem Nationalsozialismus einem Bankrott: Ab 1933 wurde von jedem, der die Grenze nach Österreich passieren wollte, eine Steuer von 1000 Reichsmark erhoben – die sogenannte „1000-Mark-Sperre“. Diese Wirtschaftssanktion richtete sich gezielt gegen den Tourismus, der in Österreich schon damals sehr wichtig war. Damals stand die Traunsteiner Hütte knapp neben der Grenze – und zwar auf österreichischem Gebiet – und wäre dadurch fast von ihren Besuchern abgeschnitten gewesen. Das wirtschaftliche Ende der damals gerade einmal 32 Jahre alten Hütte hätte gedroht.

Um das zu vermeiden, wurde kurzerhand eine Neue Traunsteiner Hütte, dieses Mal auf bayerischem Boden, erbaut und schon 1938 eröffnet. So konnte die Hütte, wenn auch mit einigem Aufwand, weiter bestehen und sich sogar deutlich vergrößern.

Zum Glück muss man heute sagen! Denn die Hütte auf der Reiter Alm bei Berchtesgaden lohnt definitiv einen Besuch. Vor allem Pflanzen- und Naturliebhaber kommen hier voll auf ihre Kosten: Vor allem nach der Schneeschmelze erblühen auf dem Hochplateu Enzian, Arnika, Alpenrosen und noch vieles mehr. Aus den Wildkräutern bereiten die Hüttenwirte Maresi und Thomas sogar einen eigenen Tee zu!

Ein ganz besonderes Highlight: Auf Vorbestellung organisieren die beiden Wirte auch ein romantisches Candle-Light Dinner! Falls also noch jemand ein ganz besonderes Erlebnis auf über 1.500 Meter für den oder die Liebste sucht… 😊

Aber nicht nur Botanikern und Romantikern wird hier etwas geboten: Neben Gipfelwanderungen mit Weitblick in das Voralpenland bietet die Reiter Alm auch noch eine der schwersten alpinen Kletterrouten- „The End of Silence“.

Anfahrt und Aufstieg:

Wer mit dem Auto anreist, fährt am Besten über Schneizlreuth bis Ramsau und parkt an der Schwarzbachwacht. Von dort aus geht es über den kurvenreichen Wachterlsteig bergauf.

Gipfelwanderungen:

Wagendrischlhorn, 2.257 m, Gehzeit ca. 3 Stunden

Stadelhorn, 2.286 m, Gehzeit ca. 3,5 Stunden

Großer Weitschartenkopf, 1.979 m, Gehzeit ca. 1 Stunde

Großer Bruder, 1.867 m, Gehzeit ca. 1 Stunde

Allgemeine Infos über die Hütte:

Nachbarhütten:

keine

Öffnungszeiten:

Voraussichtlich vom 31.05.2018 bis 14.10.2018

 

Das Stöhrhaus auf dem sagenumwobenen Untersberg

Zwischen Salzburg und Berchtesgaden gelegen gilt der Untersberg als „Wunderberg“ der von zahlreichen Sagen und Geschichten umrankt wird. Der bekanntesten Sage nach soll hier Kaiser Karl der Große seine Auferstehung  in einem hundertjährigen Schlaf erwarten. Alle hundert Jahre wacht er auf, doch wenn er sieht, dass noch immer Raben um den Untersberg fliegen schläft er weitere hundert. Dabei wird er von den „Untersberger Mandln“, einer  zwergenähnlichen Art, die im Berg beheimatet sind, umsorgt. Auch der Dalai Lama hält den Untersberg für einen besonders spirituellen und kraftvollen Berg, denn er erklärte ihn bei einem Beusch zum „Herzchakra Europas“.

Ob man diese Dinge nun glaubt oder nicht, besonderes bietet der Untersberg auf jeden Fall: Neben Wanderwegen und Kletterrouten beherbergt er auch die größte Höhle Deutschlands, das Riesending. Zu sehen und zu unternehmen gibt es also einiges!

Und während der Kaiser also von seinem Zwergenvolk umsorgt wird, kehren Bergsteiger und Wanderer lieber bei Hans und Walburga Gschoßmann ein, die zusammen seit 2013 das Stöhrhaus bewirtschaften. Auf 1.894m auf einem Hochplateu knapp unterhalb des Berchtesgadener Hochthrons, dem höchsten Gipfel des Bergmassivs. Die beiden sind auch Mitglied der Initiative „So schmecken die Berge“, wobei viel Wert auf regionale und gesunde Speisen gelegt wird. Die leckeren Gerichte und hausgemachten Kuchen können dann bei einem gradiosen Blick von der Terrasse genossen werden.

Terrasse des Stöhrhaus

Nach einer Übernachtung auf dem Stöhrhaus bietet sich dieses als wunderbarer Ausgangspunkt für weitere Wander- oder Klettertouren in verschiedenen Schwierigkeitsstufen an: So kann entweder das letzte Stück bis zum Gipfel erklommen werden, man kann die frei begehbare Schellenberger Eishöhle besichtigen oder – nur für Geübte! – empfiehlt sich der noch recht neue Hochthron Klettersteig. Und wer weiß – vielleicht stößt ja der eine oder andere unterwegs doch auf einen der Untersberger Mandln?!

Anfahrt und Aufstieg:

Der kürzeste Zugang ist von Maria Gern aus möglich. Die kleine Ortschaft liegt ca. 3 km von Berchtesgaden entfernt. Über eine kurze Anlegerstraße geht es durch ein Waldstück weiter zum Stöhrweg. Auf diesem geht es dann weiter bis zur Talstation der Materialseilbahn. Ab hier geht es dann in Serpentinen über das Hochplateu weiter bis zum Stöhrhaus. Der gesamte Aufstieg dauert ca. 4 Stunden.

Gipfelwanderungen:

Berchtesgadener Hochthron, 1.973 m, Gehzeit ca. 15 Minuten

Gamsalpkopf, 1.892 m, Gehzeit ca. 30 Minuten

Salzburger Hochthron, 1853 m, Gehzeit ca. 3 Stunden

 

Allgemeine Infos über die Hütte:

Nachbarhütten:

Toni-Lenz-Hütte (unterhalb des Eingangs zur Eishöhle) , Gehzeit ca. 3 Stunden

Hochalm, Gehzeit ca. 3 Stunden

Zeppezauerhaus, Gehzeit ca. 3,5 Stunden

 

Öffnungszeiten:

Voraussichtlich vom 25.05.2018 bis 02.09.2018

Stöhrhaus

Die Wasseralm auf der Röth

Und weiter geht es mit einer Hütte aus den Berchtesgadener Alpen – der Wasseralm in der Röth auf 1.423 m. Diese liegt zwischen dem Hagengebirge und dem Steinernen Meer. Die Wasseralm ist eine kleine, recht einfach gehaltene Blockhütte weitab von jeglicher Zivilisation und liegt idyllisch auf einer Waldlichtung Hier kann man die Natur in ihrer Ursprünglichkeit genießen!

Bis 2005 war die Wasseralm eine reine Selbstversorgerhütte. Doch inzwischen sorgen Monika und Horst Schellmoser dafür, dass man auch ohne eigene Brotzeit nicht mehr hungrig zu Bett geht und auch gut gestärkt in den Tag starten kann.

Bekannt und beliebt ist die Wasseralm vor allem bei Wanderern auf der „Großen Reibn“ – einer Mehrtagestour, die in einem großen Bogen um den Königssee herumführt und dabei das Steinerne Meer und einen Teil des einzigen deutschen Alpennationalparks durchquert. Diese Tour ist vor allem auch im Winter bei Skitourengehern beliebt, aber auch im Sommer gibt es daran angelehnt inzwischen die „Große Sommer Reibn“.

Neben dieser großen Tour gibt es weitere beeindruckende Wanderungen, für die die Wasseralm den perfekten Ausgang bildet: Ein Aufstieg auf das Große oder das Kleine Teufelshorn oder den Funtenseetauern.

 

 

Anfahrt und Aufstieg:

Um zur Wasseralm zu gelangen, muss zuerst der Königssee überquert werden. Ausstieg am Anleger „Salet“. Danach geht es in ca. 3 Stunden am Obersee vorbei über den Röthsteig bis zur Wasseralm.

Gipfelwanderungen:

Hochseiler (2795 m) über Teufelslöcher, Gehzeit: ca. 2 Stunden

Lammkopf (2845 m), Gehzeit: ca. 1 Stunde

 

Allgemeine Infos über die Hütte:

Nachbarhütten:

Kärlingerhaus, Gehzeit ca. 3:45 Stunden

Gotzenalm, Gehzeit ca. 4 Stunden

Carl von Stahl-Haus, Gehzeit ca. 7 Stunden

 

Öffnungszeiten:

Voraussichtlich vom 18.05.2018 bis 07.10.2018

Wasseralm

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